Vor der geplanten Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwochnachmittag haben sich die Länder offenbar schon auf erste Eckpunkte zur stufenweisen Lockerung der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen geeinigt. Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge sollen die Staatskanzleichefs in einer Telefonschalte ein Ende des Shutdowns nicht vor Anfang Mai vorsehen. Konkret wollen sie demnach folgendes Vorgehen vorschlagen:
Die Kontaktsperre, das Versammlungs- und Reiseverbot sollen mindestens bis zum 3. Mai verlängert werden
Kitas, Schulen und Universitäten sollen bis zum 4. Mai geschlossen bleiben - erst dann sollen die Kultusminister der Länder über eine Öffnung entscheiden. Laut Bericht könnte es für die Abschlussprüfungen eine Ausnahmeregelung geben
Bei der Wiedereröffnung von Geschäften wollen die Länder offenbar weitgehend dem Vorgehen Österreichs folgen: Kleinere Läden, Boutiquen, Möbel- und Autohäuser bis 400 Quadratmeter Ladenfläche sollen öffnen dürfen
Ein größeres Fragezeichen gibt es dem Bericht zufolge noch bei der Frage, wann Museen und Parks wieder für Besucher öffnen dürfen
Fitnessclubs sollen weiterhin geschlossen bleiben
In der Bundesliga werden "Geisterspiele", also Spiele ohne Zuschauer, erlaubt
Die Produktion von medizinischen Schutzmasken für Ärzte und medizinisches Personal in Deutschland soll dem Bericht zufolge angekurbelt werden